Teror

Die denkmalgeschützte Altstadt von Teror gilt als das religiöse Zentrum Gran Canarias. Jedes Jahr am 7. und 8. September wird hier das Fest zu Ehren der Schutzpatronin Maria gefeiert, zu dem Besucher aus allen Ecken der Insel anreisen. Dabei kommt der Verkehr in der Region oftmals komplett zum Erliegen.
Nicht zuletzt dank der kunstvoll geschnitzten Balkone, die viele der im Kolonialstil errichteten Häuser schmücken, gilt Teror als der vielleicht schönste Ort Gran Canarias. Auch die Lage inmitten einer grünen Umgebung und die vielen historischen Gebäude tragen ihren Teil zu diesem Ruf bei. Der malerische Platz vor der Kirche und die vielen Gassen laden zu einem Rundgang durch die Stadt ein.
Jeden Sonntagvormittag findet ein Markt rund um die Basílica de Nuestra Señora del Pino statt, auf dem neben Obst und Gemüse vor allem die Produkte örtlicher Kunsthandwerker angeboten werden, etwa Flechtarbeiten, Stickereien, Schnitzereien oder Keramikgegenstände. All dies kann auch unter der Woche direkt in den Werkstätten erstanden werden.

Die Basilika steht an der Stelle, von der erzählt wird, dass einigen Hirten am 8. September 1481 die Jungfrau Maria im Geäst einer Kiefer erschienen ist. Daraufhin wurde an diesem Ort eine Kapelle errichtet. Diese wurde 1692 wieder abgerissen, um eine größere zu bauen, welche wiederum 1718 bei einer Explosion zerstört wurde. Einzig der Turm blieb stehen. Dieser ist ebenso wie die aus dem 15. Jahrhundert stammende Marienstatue, Virgen del Pino (»Jungfrau der Kiefer«), in die zwischen 1760 und 1767 errichtete Basílica de Nuestra Señora del Pino integriert.
Die ortsansässige Gastronomie serviert hauptsächlich beliebte Gerichte der kanarischen Küche, so etwa Ropa Vieja, den Eintopf aus Kartoffeln, Fleisch und Erbsen. Zu den kulinarischen Spezialitäten der Region gehören die Chorizo (pikante Paprikawurst) und die Morcilla (süße, mit Mandeln und Rosinen abgeschmeckte, gebratene Blutwurst). Aber auch das Gebäck, welches von den Nonnen des Klosters hergestellt wird, erfreut sich großer Beliebtheit.

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