Tejeda

Inmitten der grandiosen Gebirgslandschaft liegt der beschauliche Ort Tejeda. Die weißen Häuser mit ihren roten Dächern sind zum Tal hin ausgerichtet und bieten einen herrlichen Blick auf den Roque Nublo, eines der Wahrzeichen der Insel und beliebtes Ziel vieler Touristen.
Das terrassenförmig angelegte Dorf befindet sich am Hang eines Kraters – der
Caldera
Caldera

(dt.: Kessel). Der dem Spanischen entlehnte geologische Fachbegriff bezeichnet einen Einsturzkrater oder Sprengtrichter mit kesselförmiger Struktur. Dabei wird der Vulkankegel größtenteils zerstört.

de Tejeda – umgeben von recht kargem Land. Jedes Jahr Ende Januar ändert sich das Bild jedoch: Die blühenden Mandelbäume sorgen dafür, dass die Umgebung scheint, als wäre sie in einen rosafarbenen Teppich gehüllt.
Mandeln werden auch für die Spezialitäten des Ortes benötigt. Mandeltörtchen, Makronen, Mandelpralinen, Marzipan und das bienmesabe (»schmeckt mir gut«) genannte Mandel-Honig-Mus der Dulcería Nublo sind über die Grenzen der Kanaren bekannt und sollten bei einem Besuch des Ortes unbedingt probiert werden.

Das im Ort ansässige Centro de Interpretación de Plantas Medicinales de Tejeda informiert über Heilpflanzen und die medizinische Wirkung der Mandel. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, wird im Museo de Historia y Tradiciónes de Tejeda fündig, das sich oberhalb einer beeindruckenden Freitreppe im Zentrum des Dorfes befindet. Hier kann man etwa erfahren, wie sich die spanische Herrschaft auf das Leben der Bergbewohner auswirkte.
Aber nicht nur im Ort kann einiges entdeckt werden. Tejeda bietet sich als Startpunkt einiger Wanderungen an. So kann etwa der Roque Nublo erklommen oder eine Tour zum Cruz de Tejeda, zum höchsten Pass der Insel, in Angriff genommen werden.
Die örtliche Gastronomie hat sich entlang der Hauptstraße versammelt. Hier findet man einige rustikale Einkehrmöglichkeiten.
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