Passatwind

Der Passatwind ist der Wettermacher der Kanarischen Inseln. Schon zu Kolumbus' Zeiten erleichterte er den Schifffahrern den Wasserweg und auch heute wird er häufig zu Routenplanung von Seglern eingesetzt. Von den Kanariern wird er viento alisio – elysischer Wind – genannt.
Unter einem Passat versteht man einen Luftstrom, der beständig vorhanden ist und mäßig kraftvoll weht. Der Südost-Passat weht aus südöstlicher Richtung zwischen dem Äquator (0°) und dem 23. südlichen Breitengrad, der Nordost-Passat weht aus nordöstlicher Richtung zwischen dem Äquator (0°) und dem 23. nördlichen Breitengrad.
Dieser Passatwind aus nordöstlicher Richtung ist verantwortlich für eine sich vormittags in den mittleren Höhenlagen über den Westkanaren häufig bildende Wolkenschicht, die sich abends wieder auflöst. Diese Wolkenschicht bringt selten Regen, aber meist Tau und Nebel.

Passatzirkulation

Da die Sonne in der Äquatorregion quasi senkrecht zu Boden strahlt, erwärmt sich die Luft dort stark, dehnt sich folglich aus und steigt nach oben.
Unter dieser aufsteigenden Luft entsteht somit eine Sogwirkung, die dafür verantwortlich ist, dass sich ein bodennahes Tiefdruckgebiet am Äquator bildet, das als äquatoriale Tiefdruckrinne oder innertropische Konvergenzzone bezeichnet wird.
Die aufgestiegene, warme Luft sinkt bei den Azoren wieder ab, wo sich ein stabiles Hochdruckgebiet bildet, auch Subtropenhoch genannt, und weht als recht kühler und feuchter Wind in Meereshöhe Richtung Äquator zurück.
Diese Ausgleichsströmungen zwischen Tief- und Hochdruckgebiet sind die Passatwinde. Sie streifen die Kanaren und bringen Erfrischung und optimale Surfbedingungen an Ost- und Nordküste.
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