Santa María de Guía

Das gleichnamige Hauptstädtchen der Gemeinde Santa María de Guía, meist auch einfach Guía genannt, ist mit Galdár fast verschmolzen.
Ihr Ortskern wird von der ebenfalls gleichnamigen Kirche bestimmt, deren vom Barock inspirierte Fassade sehr eindrucksvoll ist. Im Innern der Kirche sind einige Kunstwerke des berühmten Bildhauers José Luján Pérez aus dem 18./19. Jahrhundert ausgestellt, von denen die Darstellung der dolorosas, zweier Marien als Schmerzensmütter, besonders hervorzuheben sind.
Die Gemeinde ist ferner bekannt für ihren einzigartigen Queso de Flor, Blütenkäse, zu dessen Gerinnung Artischockensaft benutzt wird.
Der Höhlenkomplex Cenobio de Valerón ist der spektakulärste Ort des Nordens. In ihm findet sich der größte prähispanische Speicher ganz Gran Canarias, der seit 1982 unter Denkmalschutz steht.
Vor mehr als 500 Jahren wurden die mehr als 300 Höhlen von den Ureinwohnern der Insel mit Äxten in den Stein geschlagen. In den Höhlen wurden Werkzeuge oder andere Gerätschaften und Getreide aufbewahrt, welches in Mangelzeiten an die Bevölkerung verteilt wurde. Aufgrund seiner Lage an steilen Hängen war der Cenobio de Valerón vor Raubangriffen meist gut geschützt.
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