Tejeda

In der Gemeinde Tejeda befinden sich die beiden zweithöchsten Erhebungen Gran Canarias: das Wahrzeichen der Insel, der Roque Nublo (1.813 Meter), der den Ureinwohnern heilig war und imposant über dem Städtchen Tejeda thront, sowie der Roque Bentayga (1.412 Meter), eine ehemalige Kultstätte der Altkanarier, die dort Opferzeremonien abhielten.
Das Gemeindegebiet liegt auf dem eingesunkenen Vulkankrater
Caldera
Caldera

(dt.: Kessel). Der dem Spanischen entlehnte geologische Fachbegriff bezeichnet einen Einsturzkrater oder Sprengtrichter mit kesselförmiger Struktur. Dabei wird der Vulkankegel größtenteils zerstört.

de Tejeda, der einen Durchmesser von 25 Kilometer hat.
Von dem spanischen Schriftsteller Miguel de Unamuno wurde die Landschaft wegen der steil hinauf ragenden und verwitterten Felswände sowie der tiefen Schluchten als »versteinertes Gewitter« bezeichnet.
Viele Wanderrouten und Mountainbikestrecken winden sich hier durch das Gebirge.
Das malerische Städtchen Tejeda wurde terrassenförmig in den sonnendurchfluteten Hang einer gewaltigen Schlucht gebaut. Die kanarische Architektur äußert sich in kleinen weißen Häusern mit kupferroten Dächern, grünen Fensterläden und Holzbalkonen.
Schlendert man die Hauptstraße entlang, bietet sich einem stets ein Panoramablick ins Tal hinab. Tejeda wird zwar auch von Reisebussen angefahren, ist aber weit entfernt von jeglicher Touristenhochburg und konnte sich daher seinen Inselcharme bewahren.
Eine große kulinarische Bedeutung kommt der Mandel zu, die eine unentbehrliche Zutat traditioneller Speisen ist. Zudem blühen hunderte von Mandelbäume in der
Caldera
Caldera

(dt.: Kessel). Der dem Spanischen entlehnte geologische Fachbegriff bezeichnet einen Einsturzkrater oder Sprengtrichter mit kesselförmiger Struktur. Dabei wird der Vulkankegel größtenteils zerstört.

und ziehen so zahlreiche Besucher an.
Im Februar wird die Fiesta del Almendro en Flor, das Mandelblütenfest, gefeiert und sogar zwei Museen widmen sich dieser Frucht.
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